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Wichtig zu Wissen

Komplikationen in der Krampfadernchirurgie

Sehr geehrte Kolleginnen, sehr geehrte Kollegen,

 

Blutergüsse sind seltene aber typische Komplikationen nach Crossektomie und Resektion der refluxführenden Stammvene.Hämatome im Bereich der Leiste, unmittelbar postoperativ auftretend, werden sofort operativ entlastet und die Wunde primär verschlossen. Hämatome, die an den darauf folgenden Tagen wegen schmerzhafter Bewegungseinschränkung vorstellig werden, empfehlen wir ebenfalls operativ zu entlasten und eine offene Wundbehandlung einzuleiten, da diese Wunden potentiell infiziert sind. Durch mehrfache Wundspreizung und Spülung mit Kochsalz- oder Ringerlösung kommt es, bei eingeschränkter Bettruhe, zur spontanen Abheilung. Auf die Gabe von Antibiotika kann i.d.R. verzichtet werden. Die Behandlungen werden ambulant durchgeführt. ( Ausnahme: starke Schmerzen, fehlende Transportmöglichkeit, ungeeignete Wohnsituation). Die phlegmonöse entzündliche Rötung ist meist eine harmlose Begleitreaktion oder durch Lymphstau bedingt.

 

Nach endovenöser Lasertherapie beobachten wir länger andauernde ( bis 2Jahre) Taubheitsgefühle an der Innenseite des Oberschenkels, ca.5%, selten ein Nervus saphenus Syndrom mit unangenehmen Mißempfindungen im Fuß und Unterschenkelbereich.

 

Nach farbultraschallassistierter endovenöser Mikroschaumsklerosierung sehen wir schmerzhafte phlebothrombotische Veränderungen und lang andauernde Hautverfärbungen. Auch diese Befunde empfehle ich vorzustellen. Eine entlastende Inzision und Thrombusexzision kann die Abheilung beschleunigen.

 

Auch wenn die o.g. Komplikationen neben tiefer Beinvenenthrombose, Taubheitsgefühlen im Narbenbereich und schlecht heilenden Wunden selten sind (< 1%), weise ich die Patienten immer auf die konservative Behandlung der Varikosis mit Kompressionstrumpf KL.II hin.

 

Das Team der Venenpraxis Dr. Trommler freut sich auf eine weitere gute Zusammenarbeit mit Ihnen.

Endolaser

Die minimal invasiven endovenösen thermoablativen Laserverfahren sind eine alternative, schonende Behandlungsmethode der Varikosis. Seit 2010 wurden in der Venenpraxis Dr. med T. Trommler über 200 endovenöse thermoablative Laserverfahren durchgeführt. Die unmittelbar postoperative Verschlussrate, d.h. die Ausschaltung des pathologischen Reflux über der V.s. magna Crosse und der erweiterten V.saphena liegt bei 99%. Funktionell ist in unserer Praxis das Laserverfahren der klassischen Crossektomie und stadiengerechten Resektion der insuffizienten V.s.magna gleichwertig.

 

Vorteile der Lasermethode:

 

Die Patienten sind schneller mobil: kein Leistenschnitt, kein Leistenhämatom, kleinere Wundfläche, weniger Schmerzen,schnellere Arbeitsfähigkeit. Insbesondere ältere Patienten, die durch entsprechende Erkrankungen in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind und Patienten, die gerinnungshemmende Mittel zur Schlaganfall- oder Embolieprophylaxe einnehmen müssen profitieren von den minimal invasiven endovenösen Verfahren. Je nach Befund kann der Gerinnungshemmer weiter eingenommen werden. Ein Bridging ist nicht immer erforderlich.

 

Das Team der Venenpraxis Dr. Trommler freut sich auf eine weitere gute Zusammenarbeit mit Ihnen.

Rezidivvaricosis der V.s. magna und parva Crosse

Behandlung mit ultraschallassistierter minimal invasiver endovenöser Kathetermicroschaumsklerosierung

 

Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege,

 

die Rezidivvaricosi der V.s. magna und parva Crosse ist relativ häufig. Neben technischen Fehlern des Operateurs (unvollständige Crossektomie, zu lang belassener V.s. magna Stumpf) findet sich die sogenannte Angioneogenese. Hierbei handelt es sich um ein dünnwandiges Varizenkonvolut das die Operateure bei der Operation wegen starker Blutungen fordert. Die Gefahr der Verletzung der tiefen Vene mit nachfolgender Thrombose oder die Verletzung der Lymphbahnen mit nachfolgendem chronischen Lymphödem ist aufklärungspflichtig. Die, wenn auch selten auftretenden, Komplikationen sind für die Patienten dauerhaft invalidisierend.

 

Durch die ultraschallassistierte endovenöse Kathetermicroschaumsklerosierung werden die Varizenbeete endoluminal durch Microschaum verschlossen.

 

Die unmittelbar nachfolgende Kontrolluntersuchung mit Farbduplex zeigt meist einen vollständigen oder deutlich geminderten Reflux im Valsava-Pressversuch. Verbliebene Refluxe können durch eine nachfolgende ultraschallassistierte Verödung durch Direktpunktion behandelt werden.

 

Diese minimal invasive schonende Verfahren hat sich in unserer Praxis etabliert. Die risikoreichere Recrossektomie wird nur noch selten durchgeführt.

 

Das Team der Venenpraxis Dr. Trommler freut sich auf eine weitere gute Zusammenarbeit mit Ihnen.

Ulcus cruris venosum – das offene Bein konservativ oder operativ

Trotz verbesserter Materialien und Unterstützung durch so genannte Wundmanager, flankiert mit reichlich Fortbildungsmaßnahmen der Industrie, stellt das Ulcus cruris uns Kolleginnen und Kollegen immer wieder vor Probleme.

 

Theorie und Praxis klaffen auseinander weil trotz intensiver Kompressionstherapie ggf. kombiniert mit modernen Wundauflagen die Ulceration nicht abheilt. Die Venenpraxis Dr. Trommler empfiehlt beim Ulcus cruris venosum das frühzeitige operative Vorgehen, d.h. Sanierung des oberflächlichen Venensystems durch Ausschaltung der refluxführenden Venenanteile. Sollte eine fortgeschrittene Entzündung bestehen kann der Eingriff unter systemischer Antibiose durchgeführt werden. Der Eingriff wird kombiniert mit einer Fasziothomie zur Verbesserung der lokalen Durchblutung. Die Ulceration wird entweder exzidiert und primär adaptierend verschlossen oder mit Spalthauttransplantat gedeckt.

 

Nach unserer Erfahrung führt dieses Vorgehen zu einer schnelleren Abheilung und zu einer Reduktion der lokalen Schmerzen.

 

Eine definitive Sanierung des Venensystems kann dann nach Abheilung der Entzündung in einer weiteren Operation vorgenommen werden. Die Folgeoperationen können oft in Regionalanästhesie ambulant durchgeführt werden.

 

Das Team der Venenpraxis Dr. Trommler freut sich auf eine weitere gute Zusammenarbeit mit Ihnen.

Therapie Varicosis unter Antikoagulanzientherapie bei erhöhtem Embolierisiko

Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege,

 

Patienten unter Antikoagulanzientherapie stellen uns präoperativ und postoperativ immer wieder vor Probleme. Bei der Therapie der Varicosis können wir bei Hochrisikopatienten für thrombembolische Ereignisse z.B. bei Vorhofflimmern oder Herzklappenersatz, auf das umständliche Bridging verzichten. Durch die minimal invasiven endovenösen thermoablativen Laserverfahren oder die ultraschallassistierte endovenöse Kathetermicroschaumsklerosierung kann die refluxführende V.s. magna ohne große OP-Wunde minimal invasiv behandelt werden.

 

Die Antikoagulanzientherapie muss präoperativ nicht unterbrochen werden und kann p.op. nach Plan fortgesetzt werden.

 

Das Team der Venenpraxis Dr. Trommler freut sich auf eine weitere gute Zusammenarbeit mit Ihnen.